Osteoporose

Ursachen und Symptome

Osteoporose – Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko

Osteoporose - Vergleich gesunder KnochenEtwa 50 000 Bundesbürger, von denen es in den meisten Fällen ältere Frauen sind, brechen sich jährlich den Oberschenkel. Unter Schmerzen endlich im im Krankenhaus angekommen, wird ihnen dann mitgeteilt dass sie an Osteoporose (Knochenschwund) leiden und Ihr Knochen deshalb so schnell gebrochen ist.

Aufgrund der hormonellen Umstellung und durch das Absinken der Östrogenproduktion nach der Menopause, erkranken weitaus mehr Frauen an einer Osteoporose als Männer. Bis zu 40 Prozent aller Frauen leiden an Osteoporose und bei 80% der davon betroffenen Frauen kommt es nach der Menopause zu einem Knochenabbau, der mehr oder weniger schnell fortschreitet. Die Knochenmasse schwindet hierbei zwischen 3 bis 4% jährlich, im Vergleich dazu schwindet die Knochenmasse beim normalen Alterungsprozess nur rund 1%. Bei allen medizinischen Untersuchungen wurde festgestellt, dass es vor dem Ausbleiben der Regel zu keinem wesentlichen Knochenabbau kommt und auch in den ersten drei Jahren des Klimakteriums nur jede zweite Frau unter einem wesentlichen Verlust der Knochenmasse leidet.

Dagegen muss etwas unternommen werden, denn mit zunehmendem Alter nimmt der Kalziummangel bei der Osteoporose immer mehr zu. Durch den diesen Mangel werden die Knochen zunehmend porös und verlieren somit an Festigkeit. Die Folgen sind Knochenbrüche, die ohne größere Ursache enstehen können. Zudem kann es durch biochemische Veränderungen zu Einbrüchen der Wirbelkörper kommen, was zu einer Verkrümmung der Wirbelsäule (Witwenbuckel) führt.

An Osteoporose leiden
mehr schlanke Frauen
als übergewichtige

Die wichtigste Ursache des Knochenschwundes ist zweifellos die altersbedingte hormonelle Umstellung. Frauen zum Beispiel, die niemals Kinder geboren haben oder vor dem 45. Lebensjahr in die Wechseljahre kommen, neigen stärker zur Osteoporose als Frauen, bei denen die Regel später ausbleibt. Die Ernährung, wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Kalzium, und auch die genetische Vorbelastung sind von Bedeutung. Der Genuss von Alkohol und Rauchen gehören ebenso zu den Risikofaktoren wie das Fehlen von sportlichen Betätigungen. Erstaunlicherweise erkranken mehr schlanke als übergewichtige Frauen an einer Osteoporose.

Patientinnen, die einer Risikogruppe angehören, sollten daher auf frühe Symptome achten, wie z.B. von der Wirbelsäule ausgehende Schmerzen. Denkt der behandelnde Arzt nicht an eine Osteoporose, verschreibt er zunächst einmal Massagen gegen die Verkrampfungen und Verspannungen im Rückenbereich. Leidet eine Patientin jedoch an Osteoporose, lassen die Schmerzen durch die Massage nicht nach, sie verstärken sich eher. Da der Knochen nicht zusammenbricht, sondern sich auflöst, erkennt man die Krankheit erst spät im Röntgenbild. Beim sichtbaren Erkennen eines Zusammenbruchs sind bereits 30 Prozent des Stützgewebes zerstört, d.h. die Osteoporose ist bereits weit fortgeschritten. Durch neuere Verfahren kann man heutzutage den Knochenabbau sehr genau bestimmen. Mit der Computertomographie zum Beispiel kann die kompakte und die schwammige Knochenmasse getrennt erfasst werden. Dies ist für die Frühdiagnostik von großer Bedeutung, da zunächst nur die schwammige Masse des Unterarmknochens und der Wirbelkörper betroffen ist. Da der Oberschenkel überwiegend aus kompaktem Material besteht, wird er erst mit zunehmendem Alter in Mitleidenschaft gezogen.

Ein künstliches Gelenk kann bei fortgeschrittener Krankheit nur schwer einwachsen, ein zusammengebrochener Wirbel lässt sich nicht wiederherstellen und eine verkrümmte Wirbelsäule kann nicht mehr gestreckt werden. Deshalb ist eine Früherkennung der Osteoporose und die rechtzeitige Behandlung äußerst wichtig.